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Travel Diary: Roadtrip durch Kroatien

Heute kommt endlich das versprochene Travel Diary von Kroatien online! Ich habe euch einige Tipps für Ausflüge und Empfehlungen zu Städten und Campingplätzen rund um die Region Istrien aufgeschrieben. Viel Spaß beim Lesen und einen schönen Sonntag euch <3

UNSER ROADTRIP DURCH ISTRIEN

Der heutige Blogpost stand schon lange auf meiner Liste und ich bin froh, dass ich ihn heute endlich für euch veröffentlichen kann. Bereits in diesem Post hier habe ich euch schon ein wenig an den Vorbereitungen für unseren Urlaub teilhaben lassen. Dort könnt ihr nachlesen, was wir alles für unseren Roadtrip eingepackt haben und ein paar Outfits habe ich ebenfalls zusammengestellt. Zurück zur Reise: Bereits letztes Jahr haben wir Kroatien mit dem Auto und dem Zelt bereist. Aber warum mit dem Zelt? Die Auswahl an Campingplätzen ist an der Küste Kroatiens wirklich top. Zudem wollten wir möglichst flexibel unterwegs sein und viel erkunden, da hat sich die Möglichkeit angeboten. Außerdem bricht man durch diese Art und Weise des Reisens aus den alltäglichen Gewohnheiten aus, muss auch das ein oder andere mal improvisieren. Natürlich ist das nicht für jedermann etwas, wir haben uns aber bei dieser Reise bewusst dazu entschieden. Insgesamt waren wir zwei Wochen unterwegs.

 

CAMPINGPLATZ ZELENA LAGUNGA BEI POREČ

Nach ungefähr 12 Stunden auf der Autobahn kamen wir endlich auf unserem ersten Campingplatz, Zelena Laguna bei Poreč, an. Dort sind wir insgesamt 4 Nächte geblieben und haben in dieser Zeit einen guten Eindruck von der Anlage bekommen können. Generell ist erst einmal zu sagen, dass das Personal wirklich freundlich ist und sich sehr bemüht. Neben Stellplätzen für Wohnmobile und Anhänger gibt es bestimmte Zonen für Zelte und Zonen in denen quasi für alle freie Platzwahl herrscht. Zudem sind nahezu alle Plätze schön schattig und mit einem Stromanschluss versorgt, was nicht gerade unwichtig ist. Die sanitären Anlagen sind einwandfrei, in einem ordentlichen Zustand und sehr sauber. Darüber hinaus bietet der Campingplatz allerdings noch ein paar Besonderheiten an, die uns wirklich gut gefallen haben. So gibt es zum Beispiel neben einem kleinen Supermarkt (der preislich wirklich okay ist) auch mehrere Restaurants, einen Pool, einen Bootsverleih, eine Minigolfanlage, eine Bar und ein tolles Badeareal an der Spitze des Campingplatzes. Was möchte man mehr? Alles in allem ist dieser Campingplatz wirklich sehr empfehlenswert. Wenn man allerdings nicht mit dem Zelt, sondern mit Wohnmobil oder Anhänger anreist, sollte man sich im Vorfeld genau erkundigen, ob noch freie Kapazitäten vorhanden sind.

NOVIGRAD

Nachdem wir am ersten Tag die Anlage des Campingplatzes erkundet und uns ein wenig gesonnt haben, sind wir gegen Nachmittag nach Novigrad aufgebrochen. Die Fahrt dauerte nicht sehr lang, wir stellten das Auto in einer Seitenstraße ab und erkundeten die wunderschöne Altstadt. Ehrlich gesagt, hatten wir überhaupt keine Vorstellungen, was uns erwarten würde. Umso begeisterter waren wir von all den süßen Gassen mit ihren bunten Häusern und der Freundlichkeit der Kroaten. Es lohnt sich auf jeden Fall Novigrad auch einmal gegen Abend zu erkunden. Am Hafen hat man nämlich einen wunderschönen Blick auf die untergehende Sonne. Das ist ein regelrechtes Spektakel! Ich glaube dort habe ich wohl einen der schönsten Sonnenuntergänge gesehen. In der ganzen Stadt finden sich leckere Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Vor allem wenn es dann schon etwas dunkler geworden ist, bekommt die Stadt nochmal ihren ganz eigenen Charme. Die Menschen sind alle so herzlich und gut gelaunt. An einer Straßenecke wird hausgemachtes Eis verkauft, an der anderen tanzen Einheimische und Touristen zur Live Musik.

Tipp:

  • Eisdiele Cremalat (Veliki trg 12, 52466, Novigrad, Kroatien)
    Hier gibt es sehr leckeres hausgemachtes und glutenfreies Eis. Pro Kugel zahlt man umgerechnet einen Euro und hat dafür eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Sorten. Wir haben weiße Schokolade, Mango/Banane und Zartbitter getestet und waren richtig begeistert, wie natürlich die Sorten schmecken.
  • Restaurant Gatto Blu (Veliki trg 7, 52466, Novigrad, Kroatien)
    Ein gutes Indiz für ein leckeres Restaurant ist ja bekanntlich, wenn es gut besucht ist. So war es auch im Gatto Blu! Das Restaurant sah von außen sehr gemütlich und einladend aus. Die Temperaturen waren angenehm, weswegen man sich mit einer Decke auf dem Schoß nach draußen setzen konnte. Das Preis-/ Leistungsverhältnis ist wirklich unschlagbar und die Auswahl sehr reichhaltig! Egal ob Pizza, Pasta, Fisch oder Fleisch, für jeden Geschmack lässt sich etwas finden und die Portionen sind echt üppig.

EIN AUSFLUG IN DIE BERGDÖRFER ISTRIENS

Am zweiten Tag starteten wir, nach einer morgendlichen Schwimmsession im Meer, zu einem Ausflug in die Bergdörfer Istriens. Und wenn ihr mal mit dem Auto in Istrien seid, dann kann ich euch diesen Ausflug wirklich nur ans Herz legen!
Von Poreč aus fuhren wir in die Kleinstadt Pazin, um dort unsere Tour zu beginnen. Wir schlenderten durch die Stadt, die auf den ersten Blick nichts wirklich Attraktives zu bieten hat. Allerdings wollten wir uns die Burg anschauen, die hoch über einer Schlucht drohnt. Auf unserem Weg dorthin lernten wir jedoch, wie auf dem gesamten Ausflug, einmal besser das Leben der Menschen dort kennen. Genau dafür liebe ich Roadtrips und spontane Ausflüge, fernab von Touristenmagneten. Weiter ging es dann mit dem Auto, in das Dorf Draguć. Zuvor fuhren wir allerdings durch atemberaubende Landschaften, wie man es kaum beschreiben kann. Vereinzelt standen ein paar Häuser, daneben ein kleines Feld, am Horizont grüne Weiten und hohe Berge. Das muss man einfach selbst gesehen haben! Teilweise hat man Ausblicke über ganz Mittelistrien, sieht in der Ferne Bergdörfer und Gebirgskämme. Einfach wunderschön 😉 Bevor wir Draguć erreichten, las ich im Reiseführer, dass es in den 1970er und 80er Jahren wohl das „Hollywood Istriens“ war, da es Schauplatz so einiger Filmproduktionen gewesen sein soll. Und als wird das Dörfchen über eine schmale Straße erreichten und es uns regelrecht zu Füßen lag, konnte ich sehr gut verstehen, warum dort die ein oder andere Filmproduktion stattfand. Im Grunde gibt es nicht mehr als ein paar Gassen und eine Kirche mit einem hohen Turm. Und trotzdem ist es einen Besuch wert, denn es verzaubert. Und wie!
Von Draguć ging es schließlich weiter in die Bergdörfer Buzet und Motovun, wobei wir uns vorher einen kleinen Aussichtspunkt für ein Picknick suchten. Dort konnten wir einen atemberaubenden Ausblick genießen und die Seele baumeln lassen. Insgesamt hat uns dieser Ausflug unglaublich gut gefallen, da man von Land und der Lebensweise der Menschen einen guten Einblick bekommt. Die Route ist touristisch auch überhaupt nicht überlaufen, man ist sogar oftmals allein in den Bergdörfern unterwegs, bis auf Buzet und Motovun. Es gibt unbezahlbare Ausblicke zu sehen mit tiefen Schluchten, grünen Bergen, herrlichen Olivenhainen und Weinbergen. Allerdings muss man wirklich sagen, dass diese Tour auf jeden Fall eine Halb-, bis Ganztagstour ist. Man sollte sich auch wirklich die Zeit nehmen, denn es gibt so viel zu entdecken und zu erleben. Die Route hat eine Länge von knapp 70 km und man überwindet dabei einige Höhenunterschiede, weswegen man hier wirklich am besten mit dem Auto unterwegs ist.

ROVINJ

In diese Stadt habe ich mich ehrlich gesagt auch total verliebt. Wir haben das Auto etwas außerhalb geparkt, da es gar nicht so einfach war um die Mittagszeit einen Parkplatz in der Innenstadt zu finden. Vom Hafen aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Altstadt von Rovinj, die sich ganz malerisch auf einem kleinen Hügel befindet.  Die bunten Häuser ziehen sich an steilen Felsen hinauf und hoch über der Stadt thront eine Kirche im venezianischen Stil. Von all‘ den Städten, die wir während unserer Reise gesehen haben, war Rovinj wohl eine der malerischsten. Durch die Altstadt zeihen sich unzählige Cafés und Restaurants, aber vor allem auch kleine Geschäfte mit handgemachtem Schmuck oder auch wunderschönen Kunstwerken. Es lohnt sich auf jeden Fall zur venezianischen Kirche aufzusteigen. Man wird zwischenzeitlich immer wieder mit unvergesslichen Ausblicken belohnt.

Tipp:

  • Packt die Badesachen ein! Die Felsen rund um die Altstadt und unterhalb der venezianischen Kirche werden nicht zuletzt als Badestellen genutzt. Touristen sowie Einheimische genießen dort die sonnigen Momente und lassen es sich gut gehen. Allerdings sollte man entsprechende Badeschuhe nicht vergessen, da auch immer der ein oder andere Seeigel an den Felsvorsprüngen im Wasser lauert.
  • Ein weiterer Tipp sind auf jeden Fall die Schmuckgeschäfte in den Gässchen. Hier findet man echten und handgemachten Schmuck zu fairen Preisen. Ein Blick lohnt sich!

ARENA CAMP MEDULIN

Am vierten Tag verließen wir den Campingplatz bei Poreč und machten uns auf Richtung Pula. Von einem netten Ehepaar bekamen wir den Tipp für unseren nächsten Campingplatz, dem Arena Camp Medulin. Auf dem Weg dorthin sahen wir uns den kleinen Ort Bale an, welcher mit seinem hübschen Altstadtkern auf jeden Fall einen Spaziergang wert ist. Leider hatten wir wirklich kein Glück mit dem Wetter, weswegen wir im strömenden Regen auf unserem Campingplatz in Medulin ankamen. Wir nahmen die ganze Situation mit viel Humor, suchten uns im strömenden Regen einen Stellplatz und passten eine Phase ab, in der es nicht so stark regnete, um so schnell wie möglich das Zelt aufzubauen.

Tipp:

  • Der Campingplatz teilt sich in verschiedene Zonen auf. Man sollte ihn einfach mal ablaufen und sich für ein schönes Plätzchen entscheiden.
  • Ab Sanitär-Häuschen 3 sind die Anlagen wirklich komplett modern, wurden 2017 erst neu erbaut und  rund um die Uhr gereinigt. Die Sanitäranlagen am Anfang des Campingplatzes sind hingegen wirklich nicht empfehlenswert, sollen jetzt aber auch erneuert werden.
  • Wenn man einen Campingplatz in der Nähe von Pula sucht, ist das Arena Camp Medulin besonders empfehlenswert. Es gibt nämlich eine sehr gute Busanbindung direkt vor dem Camp, die in die Innenstadt Pulas fährt. So entgeht man dem Verkehr in der Stadt und muss auch keinen Parkplatz suchen.
  • Der Campingplatz an sich ist von Wasser umgeben, eine kleine Insel sozusagen. Es lohnt sich Badesachen einzupacken und es sich an einem der Strandabschnitte gut gehen zu lassen.

PULA

Diese Stadt haben mir viele meiner Freunde empfohlen, die bereits in Kroatien waren. Ein besonderes Highlight ist hier natürlich das Amphitheater. Es macht riesig Spaß ganz entspannt durch die Stadt zu bummeln und sich dabei auch die anderen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Natürlich durfte für uns dabei eine kleine Stärkung nicht fehlen, immerhin waren wir den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Hier ein paar Tipps und Eindrücke…

Tipp:

  • Pizzeria Delfin (Kandlerova ul. 26, 52100, Pula, Kroatien)
    Das Restaurant befindet sich direkt in der Innenstadt und bietet eine große Speisenauswahl und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Pizzen sind so frisch und lecker, total empfehlenswert!
  • Restaurant Zlatna Vrata (
  • Das abschließende Highlight diesen tollen Tages war der Aufstieg auf den Berg über Pula. Von dort aus hatte man nochmal eine wunderbaren Ausblick auf das Amphitheater, den Hafen, das Meer und die Stadt insgesamt.

CAMPINGPLATZ ADRIATIC JEZÊVAC

Weiter ging es für uns zu einem neuen Campingplatz auf die Insel Krk. Krk ist die wohl größte Ferieninsel Istriens, gelegen in der Kvarner Bucht. Nachdem wir nach dem Frühstück unser Zelt abgebaut und alle Utensilien wieder im Auto verstaut hatten, startete eine lustige Fahrt zum nächsten Reiseziel. Wir sind an der Küste entlanggefahren, was natürlich nicht nur einen großartigen Roadtrip-Charakter hatte, sondern auch unvergleichliche Ausblicke bereit hielt. Die Insel Krk wird durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Nach einer zweistündigen Autofahrt sind wir auf dem Campingplatz Adriatic Jezêvac angekommen und waren sofort begeistert. er ist idyllisch gelegen, direkt am Meer. Das Personal ist wirklich sehr freundlich und total zuvorkommend. Auf dem Campingplatz gibt es nicht nur mehrere Restaurants, sondern auch ganz moderne Bungalows für Nicht-Camper. Die sanitären Anlagen waren auch hier absolut gepflegt und sauber. Vom Strand aus hatte man einen malerischen Blick auf das Städtchen Krk, das man vom Campingplatz fußläufig erreichen konnte.

Blick auf das Städtchen Krk

SEHENSWERTE ORTE AUF KRK

Leider hatten wir in den folgenden Tagen auf Krk nicht besonders  viel Glück mit dem Wetter. Davon wollten wir uns aber nicht unterkriegen lassen, sondern trotzdem die Insel erkunden. Wir schlüpften also in unsere wetterfesten Klamotten wie Gummistiefel und Regenjacke und dann gings los. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung. Wir schauten uns einige Orte an u.a. Baška, ganz im Süden der Insel, Malinska, Novize, Omisalj, aber kein Ort gefiel uns so gut wie das Städtchen Krk. Wir konnten es fußläufig vom Campingplatz aus erreichen. Neben hübschen Restaurants am Hafen, gefielen uns die Gassen besonders gut, in denen immer ein lebhaftes Getümmel herrschte. Wenn man durch die Altstadt schlendert, wird einem die ein oder andere „Terrasse“ auffallen, von welcher aus man ein tollen Blick aufs Meer hat.

Tipp:

  • Restaurant „Konoba Corsaro“ (Obala hrvatske mornarice 2, Krk, Kroatien)
    Man hat hier eine super schöne Aussicht auf den Hafen. Zudem ist die Auswahl super, das Personal sehr freundlich und das Preis-,Leistungsverhältnis gut! Besonders empfehlenswerte Gerichte sind die Spaghetti Agli O’lio und die Spaghetti mit Scampi.

PLITVICER SEEN

Die Plitvicer Seen waren das letzte Ziel unserer Reise. Von der Küste Kroatiens ging es ein ganzes Stück weiter ins Landesinnere. So viele Freunde hatten uns diesen Ort empfohlen und ich bin sehr froh, dass wir dieses Erlebnis machen durften. Es erwartete uns eine atemberaubende Landschaft mit Wasserfällen, Seen und unberührter Natur. Ich kann euch diesen Ort wirklich nur ans Herz legen. Natürlich tummeln sich die Touristen dort nur so, aber das ist es wert! Ihr werdet mit Naturschauspielen belohnt, die einfach nur unglaublich schön und einzigartig sind. Hier ein paar Eindrücke…

 

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4 Comments

  • Reply
    Sandy
    1. November 2017 at 16:02

    es sieht dort wirklich soo schön aus, da bekommt man total lust auf sommerurlaub! du hast übrigens einen total schönen blog 🙂

    Sandy GOLDEN SHIMMER

    • Reply
      sophiewallstabe
      1. November 2017 at 16:04

      Vielen lieben Dank Sandy für deinen Kommentar 😍 ich würde jetzt auch super gerne dort wieder sein 🙂

  • Reply
    Shanti
    12. November 2017 at 21:08

    Liebe Sophie,

    das sieht ja wirklich traumhaft aus! Bei diesem tristen Wetter träumen wir uns doch glatt mal dorthin… <3

    Liebste Grüße

    Shanti von https://12mal12.com/

    • Reply
      sophiewallstabe
      12. November 2017 at 21:10

      Liebe Shanti, mir geht es genauso wie dir. Ich träume auch von den warmen Temperaturen und der tollen Zeit dort 🙂 liebe Grüße 😇

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